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Müritzhof Hutelandschaft

Detaillierter Reiseverlauf

1. Tag: Anreise nach Waren/Müritz

Anreise nach Waren/Müritz. Lernen Sie die lebendige Stadt bei einem ersten Bummel kennen. Vielleicht drehen Sie heute schon eine kleine Runde mit dem Fahrrad in die nähere Umgebung. Sollte das Wetter mitspielen, können Sie an einer der vielen schönen badestellen an Müritz oder Feißneck baden gehen.
Übernachtung in Waren/Müritz.

2. Tag: Radtour in den Müritz-Nationalpark

Ihre erste Radwanderung führt Sie heute direkt in den Müritz-Nationalpark. Inmitten einer alten Hutelandschaft mit beeindruckendem Naturreichtum liegt der Landschaftspflegehof „Müritzhof“. Nehmen Sie sich Zeit für diese Naturerlebnisse! Im Müritzhof erwarten Sie eine Gaststätte mit wohlschmeckenden regionalen Gerichten, eine kleine Ausstellung zur Entwicklung des Müritzhofes und der Blick auf die größte Wacholderheidelandschaft Mecklenburgs. Mit etwas Glück zeigen sich Fjällrind- und Shetlandponyherden. Auf dem Bild sehen Sie den Blick vom Müritzhof auf die Hutelandschaft, an klaren Tagen mit Fernsicht bis zur Müritz. Übernachtung in Waren/Müritz, Radkilometer: ca. 13 bis 16.

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Auf nach Boek!

3. Tag: Von Waren nach Boek

Auf anderen Wegen als am Vortag radeln Sie heute durch den Müritz-Nationalpark. Auf einer gut ausgebauten Fahrradstraße erreichen Sie zunächst das ehemalige Gutsdorf Federow. Das alte Gutshaus liegt am westlichen Ufer des Federower Hofsees und wechselte im 19. Jahrhundert öfter den Besitzer. Einer der zweitweisen Eigentümer war Hermann von Maltzans – der Naturwissenschaftler war unter anderem Stifter des Naturhistorischen Museums in Waren (heute Müritzeum). In Federow lohnt sich aber vor allem ein Stopp in der Nationalparkinformationsstelle. Adler „Horst“ lässt sich per Livekamera sogar von hier aus in sein Nest schauen. Wenige Kilometer weiter können Sie zwischen zwei Routenführungen wählen: Der schöne Specker Horstweg verfügt über mehrere Aussichtstürme, die den Blick auf eine einzigartige Moorlandschaft freigeben. Vom Aussichtspunkt „Specker See“ kann man Seeadler und Rohrweihe beobachten, die über ihr Jagdrevier gleiten. Der Name „Speck” hat übrigens in der Sprache der Slawen eine ganz andere Bedeutung: Es heißt soviel wie „Damm” – ein Weg durch das Moor. Das heutige kleine alte Gutsdorf Speck liegt mitten im Nationalpark, die alte Siedlung war in der Vorzeit fast komplett von Seen und Mooren umgeben. Sehenswert in Speck ist die kleine neugotische Kirche und die Dorfschmiede mit den markanten vier runden Säulen aus dem 19. Jahrhundert. In Speck lohnt es sich vom Fahrrad abzusteigen und eine kleine Wanderung zu unternehmen. Der gut ausgeschilderte Weg führt weiter zum Jagdhaus, zum Gutspark und zum Priesterbäker See. Ein ungefähr dreihundert Meter langer Moorsteg führt durch herrlichen Erlenwald direkt an das Wasser.

Wer die andere Routenführung wählt, wird am Käflingsbergturm vorbeikommen. Von hier oben hat man einen imposanten Ausblick auf die verschiedenen Lebensräume des Müritz-Nationalparks. Übernachtung im Bereich Boek, Radkilometer: ca. 20 bis 25.

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Röbel vom Marienkirchturm

4. Tag: Boek – Müritzschifffahrt – Röbel

Ihr heutiger Tag beginnt mit einer Schifffahrt (Tickets inklusive) über die Müritz. Das „Kleine Meer“, wie die Slawen ihren See einst nannten, ist 117 Quadratkilometer groß und bis zu 32 Metern tief. Der breite Schilfgürtel an der Nationalparkseite der Müritz ist auch ein Zeichen für die sehr gute Wasserqualität. In Röbel angekommen, begrüßt die kleine Ackerbürger- und Fischerstadt ihre Gäste an der quirligen Müritzpromenade. Frischen Räucherfisch kann man hier genießen oder mit Blick auf die Müritz Kaffee trinken und Eis essen. Wer Lust hat, besteigt anschließend den Marienkirchturm. In luftiger Höhe hat man einen herrlichen Blick auf die Müritz und natürlich auf die Stadt, wie im Bild zu sehen. Das Rad muss heute nicht stehen bleiben: Wer mag, nutzt die Zeit noch zu einer kleinen kombinierten Rad/Fußwanderung in das idyllische Glienholz. Übernachtung in Röbel oder Umgebung, Kilometer: 12 bis 15.

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Oktogonkirche Ludorf

5. Tag: Röbel, Ludorf und Bollewick

Viele Möglichkeiten haben Sie heute, um diesen Tag zu gestalten. Wer auf das Fahrrad verzichten möchte, dem sei die Fußwanderung durch Röbel empfohlen. Liebevoll aufbereitet führt sie zu verschiedenen Stationen der interessanten Stadtgeschichte. Aber natürlich haben wir auch eine schöne Fahrradtour für Sie vorbereitet: Entlang der Müritz geht es in Richtung Süden. Das Naturschutzgebiet „Großer Schwerin/Steinhorn“ liegt dabei an der Strecke.
Im Örtchen Ludorf steht eine Rarität unter den mittelalterlichen Backsteinkirchen von Mecklenburg: Ein achteckiger Zentralbau mit einer dreiviertelkreisrunden Apsis. Die kleine Oktogonkirche ist in den Sommermonaten eigentlich immer geöffnet und der Besuch lohnt sich sehr. Das Gutshaus nebenan ist von einem Park umgeben, man kann hier auch gemütlich einkehren. Durch den Gutspark sind es mit dem Rad nur wenige Minuten bis an die Müritz. Der Ludorfer Badestrand ist bei Einheimischen und Gästen sehr beliebt. Ein besonderes Highlight auf Ihrer Route dürfte Mecklenburgs größte Feldsteinscheune in Bollewick sein. Sie wurde 1881 durch Baron von Langermann zu Erlenkamp und Spitzkuhn erbaut und ist tatsächlich 125 Meter lang und 34 Meter breit – zehntausend Quadratmeter auf drei Etagen verteilt. Bis zur Wende wurde sie als Stall für 650 Kühe genutzt, heute ist sie ein Ort für Kulturveranstaltungen, Märkte und Ausstellungen. Mit allerlei einheimischen Gewerken, Läden und gastronomischen Angeboten lockt sie jedes Jahr viele tausend Besucher an. Von Bollewick aus führt Sie die Radtour auf wenigen Kilometern zurück nach Röbel.
Sollte das Wetter einmal nicht so mitspielen, in Röbel befindet sich die Müritztherme mit einem Spaß- und Sportbecken sowie einer Saunalandschaft. Übernachtung in Röbel oder Umgebung, Radkilometer ca. 28.

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Radeln an der Müritz

6. Tag: Radtour von Röbel nach Waren

Ihre Radwanderwoche neigt sich dem Ende entgegen und die letzte Tour führt Sie an der Westseite der Müritz zurück nach Waren. Die Gesamtstrecke beträgt 28 km. Etwa 8 km kürzer wird die Strecke, wenn man ab Klink mit dem Schiff nach Waren übersetzt (Tickets nicht inklusive).
Die Radtour ist abwechslungsreich, immer wieder haben Sie die Möglichkeit an schönen Badestellen zu pausieren. Zahlreiche Einkehrmöglichkeiten liegen an der Strecke. Kurz vor Waren gibt es noch ein ganz besonderes Highlight für die kleinen Gäste mit viel Kraft: Der Kletterwald Müritz, welcher sich direkt über dem Radweg befindet. Übernachtung in Waren/Müritz, Radkilometer: 20 bis 28 km.

7. Tag: Abreise nach dem Frühstück.

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Nikolaikirche Markt Röbel
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Scheune Bollewick Eingang
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Scheune obere Etage