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Lütten Ort Spielplatz

Detaillierter Reiseverlauf

1. Tag: Willkommen in Waren an der Müritz!

Die Fahrt war wie immer ziemlich lang. Aber Max und Lea haben die Zeit genutzt und sich schon etwas auf das Urlaubsziel eingestimmt. Das Kinder-Reisebegleitheft hat ihnen die Langeweile ein wenig vertrieben. Max liest Lea vieles vor: Zum Beispiel wo sich schöne Spielplätze in Waren befinden. Für die beiden Entenkinder ist allerdings besonders wichtig, dass sie heute noch eine Runde schwimmen können. Deshalb sind auch die schönsten Badestellen im Heft beschrieben. Anschließend wollen beide noch auf den Spielplatz. Der heißt hier in Waren „Lütten Ort”. Das ist plattdeutsch und bedeutet soviel wie „Ein Ort für die Kleinen”. Waren hat übrigens jede Menge Spielplätze, da hat man richtig zu tun…

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Was das wohl bedeutet?

2. Tag: Die Umgebung erkunden und ein Besuch im Müritzeum

Zum Frühstück gab es Entengrütze. Sehr lecker! Findest du nicht? Naja, Enten mögen so was eben. Du bist hoffentlich gut gestärkt für den ersten Urlaubstag.
Lea ist schon ganz ungeduldig, sie möchte endlich losradeln. Max pumpt derweil noch etwas Luft in den Vorderreifen des Rades. Die erste kleine Radtour führt die Familie in die schöne waldreiche Umgebung von Waren. Plötzlich fragt Max: „Gibt es hier auch Wölfe?“ Lea muss loslachen. „Max, die gibt es doch bloß im Märchen.“ Aber so ganz sicher ist sie sich dann auch nicht.
Ein schmaler Pfad führt direkt zum Ufer der Müritz. Die Kinder lassen die Räder stehen und folgen Mama und Papa. Ein Holzverschlag wird sichtbar, im Inneren befinden sich Bänke. „Von hier aus kann man selten gewordene Wasservögel beobachten“ sagt Papa und greift zum Fernglas. „Schau mal, dort!“ Lea ist ganz aufgeregt: „Ein riesiger Vogel, wie elegant er über das Wasser gleitet. Wie heißt der?“
„Was haltet ihr davon, wenn wir am Nachmittag das Müritzeum besuchen? Dort werden sogar die Fragen beantwortet, die ihr noch gar nicht gestellt habt“, schmunzelt Mama und steigt auf das Fahrrad. „Oder wisst ihr, was das gelbe Schild mit dem schwarzen Vogel bedeutet?”

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Am Müritzhof

3. Tag: Unterwegs durch den Müritz-Nationalpark

Heute verlässt die Familie die Stadt Waren. Max, Lea und die Eltern haben ihre Rucksäcke gepackt. Darin ist alles, was man so für eine Radtour braucht. Der große gelbe Koffer und die riesige Reisetasche werden am Nachmittag schon in der neuen Unterkunft stehen, wenn die Familie ankommt. Mama hat nach einem Blick zum Himmel sicherheitshalber heute die Regensachen in die Fahrradtasche eingepackt. Man kann ja nie wissen.
„Hast du den Fotoapparat dabei?“ fragt Papa. „Den hat Max schon am Schnabel hängen, er will heute unbedingt einen Adler fotografieren“ antwortet Mama. Und schon brausen sie los. Mama, Papa, Max und Lea radeln in den Müritz-Nationalpark.
Der erste Zwischenstopp ist in Federow. Lea freut sich schon sehr. Sie hat gestern im Müritzeum erfahren, dass sich Familie Fischadler in ihr Nest schauen lässt. Hier wird gefüttert, geputzt, gerangelt und geschimpft – ganz wie bei Lea und Max zu Hause. Eine Livekamera gibt ohne zu stören seltene Einblicke in den Adlerhorst.

Max und Lea haben sich die große Radwanderkarte vorgenommen. „Was ist das für ein Zeichen?“ fragt Lea ihren Bruder, der ja schon zur Schule geht. „Das ist ein Turm, ein Aussichtsturm“. Und schon ist die nächste Aufgabe für heute klar: Die Familie radelt zum Käflingsbergturm. Lea ist zuerst oben und hat sogar die Stufen gezählt. Ein toller Blick auf die gesamte Müritzlandschaft! Mama zeigt den Kindern, wo sie schon überall gewesen sind.
Weiter geht es in Richtung Boek. Nach fast 20 geradelten Kilometern freuen sich die Kinder auf ihre neue Unterkunft. Bis zum Wasser ist es nicht weit und so wird der Tag mit einem spritzigen Badevergnügen enden.

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Seefahrt nach Röbel

4. Tag: Eine Seefahrt nach Röbel, die ist lustig!

„Natürlich könnten wir heute auch um die Müritz herumfahren, aber das wären mindestens 35 Kilometer“ sagt Papa. Max und Lea sind davon überzeugt, dass sie diese Strecke schon radeln könnten. Aber es ist ja auch spannend, mal über die Müritz mit dem Schiff zu fahren.
“Erst dann merkt man, warum die Einheimischen diesen See auch liebevoll Kleines Meer nennen“ meint Mama.

Das Schiff legt am Bolter Kanal an. Max passt auf, dass die Fahrräder richtig verladen werden. Lea hat schon den perfekten Platz gefunden. Der Kapitän begrüßt die Gäste – die Schifffahrt beginnt.

In Röbel am Hafen ist ganz schön was los. Überall gibt es frischen Räucherfisch und leckeres Eis. Nach einer kleinen Stärkung können die Kinder endlich die Räder besteigen. Eine kleine Radtour nach Ludorf und Bollewick steht auf dem Programm. Was es dort zu entdecken gibt? Das wollten Max und Lea nicht verraten. Sie meinten, du sollst das selbst herausfinden…

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Ein Fahrrad für Lea?

5. Tag: Auf Schusters Rappen in das Glienholz und wie Lea ein neues Fahrrad findet

Wo ist die Sonne? Heute hält sie sich etwas bedeckt. Papa hat eine Idee: „Das ist der richtige Tag für eine Expedition!“
„Und wohin soll es gehen?“ fragt Mama.
„Ganz in der Nähe von Röbel gibt es kleine versteckte Seen, Bäume die uralt sind und riesige Steine aus der letzten Eiszeit“ erzählt Papa.
„Für eine richtige Expedition braucht man auch eine Aufgabe. Sonst ist es keine Expedition“ stellt Max fest.

Schnell holen die Kinder ihre Reisebegleithefte. Max liest laut vor: „Hier steht: Wir radeln heute nur ein kurzes Stück und dann binden wir die Drahtesel an. Zu Fuß kann es weiter gehen. Eure Expeditionsaufgabe ist es herauszufinden …“ Max hat es plötzlich eilig. Auch den Fotoapparat darf er heute nicht vergessen.

Lea dagegen hat ein ganz anderes Problem. Sie wünscht sich ein neues Fahrrad. Groß muss es sein und schnell. So dass sie mit ihrem Bruder immer mithalten kann. Mama hat eine Idee: In der größten Scheune Mecklenburgs, da soll es so etwas geben. Und noch viel mehr…

Am Abend beschließt die Familie in die Müritztherme zu gehen. Hier gibt es eine prima Rutsche, Lea kann gar nicht genug davon bekommen. Mama liest ein wenig in ihrem Buch weiter und Papa schläft glatt im Liegestuhl ein. Ein abwechslungsreicher Tag geht zu Ende.

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Zurück nach Waren im Entenmarsch

6. Tag: Auf dem Müritzrundweg nach Waren

„Heute starten wir zu unserer letzten Radtour“ sagt Mama und ein wenig Wehmut schwingt in ihrer Stimme mit.
Es heißt am Morgen wieder Koffer und Fahrradtaschen packen.
Als Max und Lea die Karte sehen stellen sie fest, dass heute fast immer in der Nähe der Müritz geradelt wird. Die Badesachen bleiben deshalb schon mal ganz oben.
„Wie viele Kilometer fahren wir heute?“ fragt Lea. Sie will unbedingt mehr als an den Vortagen schaffen.
„Es könnten 30 Kilometer werden“ sagt Papa. „Aber es ist auch möglich, das letzte Stück mit dem Schiff etwas abzukürzen.“. Leas Ehrgeiz ist geweckt.
30 Kilometer, so viel ist sie noch nie an einem Tag geradelt!
Max dagegen würde gern noch mal mit dem Schiff über die Müritz fahren, es hat ihm so gut gefallen.
„Das entscheiden wir, wenn der Ort Klink erreicht ist“ sagt Mama. Und so geht die Familie auf ihre letzte Radtour.

7. Tag: Abschied von der Seenplatte

Der Urlaub ist zu Ende. Max und Lea wollen unbedingt noch eine halbe Stunde auf dem Abenteuerspielplatz in Waren verbringen. Mama und Papa erlauben es.
Später geht es nach Hause – eine spannende Urlaubsreise geht zu Ende.
Und nächstes Jahr? Vielleicht gibt es ein Wiedersehen mit Max und Lea in Mecklenburg…