Detaillierter Reiseverlauf

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Waren (Müritz)
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Schild Müritz-Nationalpark
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Mirower Schloss

1. Tag: Anreise nach Waren (Müritz)

Bahnanschluss Bahnlinie Berlin-Rostock.
Sie beginnen Ihre Radreise in Waren an der Müritz. Von Berlin aus benötigen Sie per Bahn weniger als anderthalb Stunden, die Zugverbindung gibt es mehrfach am Tag. Hier im Zentrum der Seenplatte herrscht immer geschäftiges Treiben. Die hübsche Müritzstadt lädt ein zum Bummeln, Baden und Besichtigen. Übernachtung in Waren.

Empfehlung: Wer sich etwas Zeit am Beginn seiner Radreise nehmen möchte, der kann hier schon einen oder mehrere Verlängerungstage einlegen, z.B. um mehr Zeit für die Erkundung des Müritz-Nationalparks zu haben. Informationen finden Sie unter „Zusatzleistung Müritz-Nationalpark”.

2. Tag: Radtour von Waren über den Müritz-Nationalpark nach Canow (ca. 40 oder 55 km)

Entscheiden Sie selbst, wie viele Kilometer Sie heute in den Beinen haben möchten. Wer es ruhiger mag, der beginnt den Tag mit einer Schifffahrt über die Müritz. Danach steigen Sie auf das Rad und sind nach ungefähr 40 Kilometern am Ziel. Wer die gesamte Strecke radeln möchte, der fährt zunächst durch das Kerngebiet des Müritz-Nationalparks, später über die hübsche Stadt Mirow nach Canow. In Mirow lohnt sich ein Besuch der Schlossinsel, die englische Königin Sophie Charlotte ist hier geboren. Im Schloss gibt es eine gut aufbereitete Ausstellung dazu. Die Einkehr im Schlosscafé sei empfohlen, die Torten sind ganz wunderbar. Nach ca. 55 Radkilometern erreichen Sie Canow. Übernachtung im Bereich Canow/Grünplan.

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Schloss Rheinsberg
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3. Tag: Radtour von Canow über Rheinsberg nach Neuruppin (ca. 60 km).

Heute verlassen Sie das Mecklenburgische. Die Landschaft verändert ganz allmählich ihr Gesicht, man merkt es auch an der Sprache der Einheimischen. Erstes Etappenziel ist die außergewöhnliche Stadt Rheinsberg mit ihrem prächtigen Schloss in direkter Wasserlage. Hier wurde preußische Geschichte geschrieben, an jeder Ecke ist das in Rheinsberg spürbar. Die Lage inmitten der Rheinsberger Seen ist faszinierend – man kann verstehen, warum die Preußenkönige sich gerade hier niederließen. In der zweiten Tageshälfte radeln Sie über die wild-romantische Ruppiner Seenkette nach Neuruppin. Wenn Sie sich für die längere Streckenführung entscheiden, dann benötigen Sie etwas mehr Zeit. Die Route führt Sie durch Buchenwälder an glasklaren Seen vorbei – alles naturbelassen und traumhaft schön. Neuruppin ist die Stadt zweier herausragender Persönlichkeiten: Theodor Fontane und Karl Friedrich Schinkel wurden hier geboren. Auch architektonisch weiß Neuruppin zu beeindrucken: Der zurückhaltende Klassizismus ist erhalten geblieben und glücklicherweise nicht durch die historisierende Bauweise der Jahrhundertwende verändert worden. Auf den breiten Straßen und großen Plätzen denkt man eher an eine kleine Metropole, als an eine preußische Kleinstadt. Übernachtung in Neuruppin und Umgebung.

<<< Bildleiste links: oben – Schloss Rheinsberg, Mitte – Am Ruppiner See in Neuruppin, unten – Rathenow/Havel

4. Tag: Radtour in das Havelland nach Rathenow (ca. 65 km)

Eine der schönsten brandenburgischen Landschaften ist zweifelsohne die Havel und das Havelland. Aber wo genau befindet sich das Havelland? Theodor Fontane beschreibt die Lage in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ folgendermaßen: „jene von drei Seiten hin nach der Havel, nach der vierten aber vom Rhin Flüsschen eingeschlossene Havelinsel…“ Auf Ihrer Radtour von Neuruppin nach Rathenow fahren Sie also mitten durch das Havelländische Luch. Den ersten Abschnitt legen Sie auf dem Bahntrassenradweg „Stille Pauline“ zurück. Es macht Freude, hier in die Pedale zu treten. Tagesziel ist nach 65 Radkilometern Rathenow an der Havel, die Stadt der Optiker. Übernachtung.

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5. Tag: Radtour von Rathenow nach Havelberg (ca. 55 km)

Ihre heutige Radetappe führt Sie auf dem Havelradweg nach Havelberg. Die Havel ist schon ein besonderer Fluss: Sie fließt langsam und nicht auf dem kürzesten Weg. Das gibt ihr die Möglichkeit zahlreiche Seen zu bilden – das eigentliche Gesicht dieser herrlichen Flusslandschaft. Für den Radler ist es niemals langweilig, anders als auf anderen bekannten Flussradwegen ändert sich fortwährend die Landschaft. Die Havel schlängelt und biegt sich, der Radweg verlässt das Ufer auch öfter. Nach ungefähr 55 Radkilometern haben Sie die schöne Stadt Havelberg erreicht. Wirtschaftlich hatte die Stadt schon immer eine große Bedeutung, gerade Händler wussten die gute Lage am Zusammenfluss von Havel und Elbe zu schätzen. Die vielen barocken Bauten zeugen vom Wohlstand vergangener Zeiten und die herrliche Lage an der breiten Havel macht sie heute sehr attraktiv für Freizeitkapitäne und auch Radfahrer. Übernachtung in Havelberg.
Unser Tipp: Legen Sie hier einen Verlängerungstag ein, dann haben Sie mehr Zeit zur Erkundung der Stadt Havelberg.

Bildleiste rechts: Oben – der Rhin im Havelland, Mitte – Stadt Havelberg, unten – Elberadweg

6. Tag: Radtour von Havelberg nach Wittenberge an der Elbe (ca. 40 km)

Zunächst radeln Sie heute nach Gnevsdorf, hier mündet die Havel in die Elbe. Ab jetzt sind Sie auf dem Elberadweg unterwegs. Wenige Kilometer weiter ist Rühstädt erreicht. Das Dorf hat sich ganz den Störchen verschrieben. Überall finden Sie auf den Dächern die Nester, Rühstädt hat über 30 Storchenpaare und darf sich deshalb „Europäisches Storchendorf“ nennen. Die Gegend ist für die Vögel ideal, in den Elbauen findet sich viel Nahrung für die Aufzucht der Jungen. Nach ca. 40 Radkilometern endet Ihre Reise in Wittenberge. Die Stadt war über zwei Jahrhunderte industiell geprägt – Eisenbahnen wurden hier repariert und Nähmaschinen gebaut. Zahlreiche Industriedenkmäler zeugen heute von der interessanten Geschichte der Elbestadt. Übernachtung in Wittenberge.

7. Tag: Abreise nach dem Frühstück

Bahnanschluss Bahnlinie Hamburg – Berlin.

Bilder unten: Die ersten beiden Bilder sind an der Havel aufgenommen, das dritte in Wittenberge an der Elbe.

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