Radrundreise “SeenSucht” (Tourcode SeSu6)

Detaillierter Reiseverlauf

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Anreise in das Zentrum der Seenplatte - nach Waren (Müritz)

1. Tag: Willkommen in Waren an der Müritz

Waren ist das unumstrittene Zentrum der Seenplatte. Hier geht es quirlig zu, für Wassersportler und auch Radler ist die Stadt ein beliebtes Urlaubsziel. Besuchen Sie das Müritzeum oder spazieren Sie am Abend Ihrer Ankunft auf der schönen Müritzpromenade. Rund um den Hafen gibt es viele Einkehrmöglichkeiten, so könnten Sie den Anreisetag schon nett ausklingen lassen. Übernachtung in Waren.

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Wegweiser Nordmole

2. Tag: Radrundtour um die Müritz (bis 85 Rad-km, beliebig abkürzbar)

Radeln Sie einmal rund um die Müritz und entdecken Sie auf guten 80 Kilometern eine traumhaft schöne und vor allem abwechslungsreiche Landschaft. Mit dem Schiff und dem Nationalparkbus können Sie beliebig abkürzen. Sie werden überrascht sein, welche Landschaftsformen Ihnen heute begegnen. Der Müritz-Nationalpark am Ostufer der Müritz liegt gleich am Beginn Ihrer Radtour. Direkt vor den Toren der Müritzstadt, an den Stadtteil Ecktannen angrenzend, beginnt der Nationalpark. Nehmen Sie sich Zeit für den einen oder anderen Beobachtungspunkt, es lohnt sich.
Die Radtour führt Sie weiter über Federow und Boek bis nach Rechlin. Hier ist am Müritzufer das Luftfahrttechnische Museum beheimatet – viel Zeit werden Sie für eine Besichtigung heute nicht haben. (Aber vielleicht legen Sie ja einen Verlängerungstag ein – dann bleibt mehr Zeit auch für diese Dinge.) Sie umrunden die Müritz im Süden und radeln auf der Westseite zurück. Die Landschaft ist hier anders, breite Sandstrände die an die Ostse erinnern werden Sie hier genauso antreffen wie hübsche Dörfer und das Städtchen Röbel. Rast einlegen kann man überall, es gibt ungezählte Möglichkeiten. Bei heißem Wetter lohnt es sich auch die Badesachen einzupacken. Sie kommen direkt an einer Menge schöner Badestellen vorbei. Und da die Müritz zwar ein kleines Meer, aber eines mit Süßwasser ist, können Sie unbeschwert zwischendurch eine Runde schwimmen. Sollten Sie zwischendurch entscheiden, dass es doch keine 80 Radkilometer werden sollen, so können Sie per Schiff oder Bus abkürzen. Die Tickets dafür sind nicht inklusive, aber die Fahrpläne finden Sie in Ihrem Reiseplan ;-)
Übernachtung in Waren (Müritz).

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Aussichtsplattform am Priesterbäker See im Müritz-Nationalpark
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Schiffsanleger Müritz
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Müritzrundweg
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Informationscenter Müritz-Nationalpark in Federow
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Hier darf alles wachsen wie es will
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Die Müritz ist der größte Binnensee in Deutschland.

3. Tag: Waren – Neubrandenburg (ca. 75 Rad-km, abkürzbar)

Auf einer sportlichen Etappe geht es heute in die östliche Region der Mecklenburgischen Seenplatte, zunächst radeln Sie aber in das Gebiet der Havelquellseen. Hier in Ankershagen steht auch das Elternhaus des Trojaforschers Heinrich Schliemann. Das Holzpferd grüßt schon von weitem – die Ausstellung lohnt sich und der Gutspark mit Café ist wunderschön. Vor allem auch im Frühjahr, wenn die zahlreichen Frühblüher den Rasen bevölkern.
Ihre Radtour führt Sie weiter zur Burg Penzlin, ein Ort der Hexenverfolgung in zum Glück vergangenen Zeiten. Den Folterkeller kann man anschauen, die Ausstellung in der Burg zeigt auch etwas zum Forschungsstand dieses Themas. Dank der letzten Eiszeit ist es jetzt hügelig, belohnt werden die Anstrengungen mit fantastischen Weitblicken über die Landschaft. Der wunderschön klare Tollensesee liegt unterhalb des Örtchens Alt Rehse. Wer sich für die jüngere Geschichte interessiert, wird das ehemalige Vorzeigedorf Alt Rehse mit besonderen Augen betrachten. Auf dem herrlichen Tollensesee-Rundweg können Sie die letzten Kilometer bis nach Neubrandenburg radeln. An manchen Wochentagen verkehrt hier auch ein Schiff im Fährverkehr – eine schöner Schlusspunkt nach einer durchaus sportlichen Radetappe, welche sich allerdings bei Bedarf auch abkürzen lässt.
Rad-km ca. 75, Übernachtung im Bereich Neubrandenburg.

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Schild nach Ankershagen
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Schliemann-Haus
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Schliemann Haus in Ankershagen
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Ivenacker Eichen

4. Tag: Radtour nach Ivenack zu den tausendjährigen Eichen (ca. 45 Rad-km)

Am heutigen Tag haben Sie die Qual der Wahl. Entweder Sie nutzen den Tag zum Ausruhen und Baden im herrlich klaren Tollensesee oder Sie unternehmen eine Radtour zu einem beeindruckenden Naturmonument, den Ivenacker Eichen. Dazu verlassen Sie Neubrandenburg gen Norden und radeln zunächst durch das Tollensetal. Weiter geht es zum Kastorfer See, ein idyllisches Zwischenziel für Badefreudige. Nach ca. 45 Kilometern haben Sie Ivenack erreicht. Im dortigen Park stehen sie, die beeindruckenden Naturmonumente. Es mutet geradezu unvorstellbar an, dass so ein Baum bis zu 1000 Jahre alt sein kann. Die ganze Umgebung hält noch mehr bereitet. Im Landschaftspark befindet sich auch noch ein Baumwipfelpfad, zu Fuß kann man am Ufer des Ivenacker Sees entlangwandern und landet dann im Örtchen Ivenack. Hier stand ursprünglich ein Zisterzienserkloster, später wurde hier ein Herrenhaus gebaut, welches seit einiger Zeit wieder in Privatbesitz ist und schrittweise restauriert wird. Man darf gespannt sein, was sich hier in Ivenack in den nächsten Jahren entwickeln wird. Der Gutspark, das Teehäuschen, die Schlosskirche – hier gibt es noch viel Potential. Da die Radetappe mit ca. 45 Kilometern heute moderat ausfällt, bleibt sicher Zeit fürs Besichtigen oder auch für eine kleine Wanderung oder den Baumwipfelpfad.
Von Ivenack bis Stavenhagen ist es nur ein Katzensprung mit dem Rad. Die Reuterstadt hat sich ganz dem Schriftsteller Fritz Reuter verschrieben. Am Markt steht das gleichnamige Museum und im Ort radeln Sie am attraktiv restaurierten Stavenhagener Schloss vorbei. Die Rückfahrt nach Neubrandenburg erledigen Sie unkompliziert in wenigen Minuten mit der Regionalbahn (Tickets nicht inklusive). Übernachtung in Neubrandenburg.

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Radtour nach Stavenhagen
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Literaturmuseum in Stavenhagen
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Schloss Stavenhagen
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Orangerie in Neustrelitz

5. Tag: Radtour von Neubrandenburg nach Neustrelitz (ca. 60 Rad-km)

Auch heute radeln Sie zunächst idyllisch am Ufer der glasklaren Tollense entlang. Wenn Sie möchten, dann machen Sie einen Abstecher zur nördlichsten Höhenburg Deutschlands, Burg Stargard. Erbaut wurde sie in der Mitte des 13. Jahrhunderts als Hofburg der Markgrafen von Brandenburg. Die Burg Stargard gilt als das älteste weltliche Bauwerk in Mecklenburg und sie ist die einzige erhaltene mittelalterliche Höhenburg in Norddeutschland. Weiter geht es auf Ihrer Radtour… Nicht die Größe, aber die Anzahl der Seen nimmt jetzt zu und es wird auch zunehmend flacher. Sie befinden sich jetzt schon in den Ausläufern des Neustrelitzer Teils des Müritz-Nationalpark. Die Kulturstadt Neustrelitz mit ihren historischen Bauten ist würdiges Tagesziel nach 45 Rad-km. Die sternförmige Stadtanlage stammt aus dem Spätbarock – gebaut um einen großen quadratischen Marktplatz. Sie gilt als einmalig in Europa. Ein Bummel durch die Straßen der denkmalgeschützten Altstadt erinnert an die Blütezeit der Residenz im 19. Jahrhundert. Friedrich Wilhelm Buttel, ein Schüler Schinkels, gestaltete fast fünfzig Jahre lang das Stadtbild. Übernachtung in Neustrelitz.

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Weiße Brücke auf dem Zierker-See-Rundweg Neustrelitz
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Am Zierker See in Neustrelitz
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Radtour nach Neustrelitz - Marktplatz
Empfehlung für einen Verlängerungstag am Etappenort Neustrelitz:

Viele Möglichkeiten hätten Sie heute, wenn Sie sich für einen Verlängerungstag hier in Neustrelitz entscheiden: Zum einen könnten Sie unserer Radtourenempfehlung folgen: Eine Fahrradrundfahrt in das Kerngebiet des Neustrelitzer Teils des Nationalparks, in den Serrahner Urwald (ca. 40 km). Auf Natur belassenen Wegen kann man hier etwas Wildnis wiederentdecken. Kleine Seen und sich selbst überlassene (Buchen-)Wald- und Moorlandschaften machen den Reiz aus. Man kommt nicht so schnell voran, aber das ist auch nicht notwendig für Naturgenießer. Unsere Radtouralternative (ca. 45 Rad.km) ist eine Fahrt nach Himmelpfort in das Märkische. Das Örtchen ist nicht nur beim Weihnachtsmann und den Kindern beliebt, es besticht auch durch die wahrhaft himmlische Lage zwischen mehreren Seen. Die Rückfahrt bei dieser Radtour geschieht unkompliziert in wenigen Minuten mit der Regionalbahn, Tickets sind nicht inklusive. Natürlich ist Neustrelitz an sich schon eine Reise wert. Wenn Sie also Lust haben die Geschichte dieser ehemaligen Residenzstadt zu erleben, dann nutzen Sie die Zeit zum Besichtigen oder Bummeln und zum Einkehren am schönen Neustrelitzer Stadthafen. Wenn Sie eine der Touren an einem Verlängerungstag machen möchten, dann schreiben Sie das bei der Anmeldung gleich dazu. Wir legen dann das entsprechende Tourenmaterial bei.

6. Tag: Radtour von Neustrelitz durch den Nationalpark nach Waren (bis ca. 70 Rad-km, abkürzbar)

Was wäre eine Mecklenburg-Rundfahrt ohne Müritz-Nationalpark? Undenkbar. Deshalb führt diese Etappe auch nochmal mitten hindurch. Im Nationalparkgebiet liegen einhundertsieben Seen mit einer Größe von über einem Hektar, dazu kommen viele kleinere Gewässer. Die Müritz ist mit einer Fläche von 117 Quadratkilometern natürlich der größte See in der Region und gehört mit einem fünfhundert Meter schmalen, aber zehn Kilometer langen Abschnitt ebenfalls zum Nationalpark. Sie können die heutige Tagesetappe abkürzen, sowohl mit der Bahn* als auch mit dem Fahrradbus*. Entsprechende Informationen finden Sie dann in Ihren Reiseunterlagen. Übernachtung in Waren (Müritz).

7. Tag: Abreise nach dem Frühstück.

*Tickets nicht inklusive.

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Müritz-Nationalpark-Aussichtsplattform
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Radtour nach Waren.
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Informationspunkt im Müritz-Nationalpark
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Blick auf die Müritz vom Marienkirchturm in Röbel
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Am Haussee in Feldberg
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Fallada Buch in Carwitz