Regenponcho

Regenponcho

Die Ausrüstung für den Urlaub mit dem Rad

Sind Sie Genießer oder Profi?

Das gilt es vornan zu klären. Die Radprofis unter Ihnen können getrost weiterblättern, wir wollen hier keine Beratung für High-Tech-Produkte oder aber Überlebensausrüstungen machen. Vielmehr haben wir unsere Erfahrungen zusammengefasst – auch aus den Gesprächen mit unseren Gästen.

Die Oberbekleidung

Sicher – wir wünschen Ihnen Sonnenschein während Ihrer Radelwoche bei uns hier in Mecklenburg. Und natürlich soll es nicht zu warm sein, aber natürlich auch nicht zu kalt. Sie sehen schon, es ist gut dass die Menschheit (und vor allem die Reiseveranstalter) keinen Einfluss auf das Wetter haben …

Die Jacke – der Poncho

Die größte Sorge unserer Gäste ist im Vorfeld immer der Regen. Mal ein Schauer, ja. Aber mehrere Tage? Mit etwas Vorbereitung kann man auch einen Regen-Radel-Tag ganz gut überstehen. Wer sonst nicht ständig mit dem Rad unterwegs ist, wird auch kein spezielles Equipment ausschließlich für das Radfahren im Kleiderschrank haben. Vielleicht eine Jacke für den Alltag, die (angeblich) wind- und wasserabweisend ist.

Unsere Empfehlung: Testen Sie die Kleidung vor Ihrem Urlaub! Ist die Jacke schon gewaschen worden, dann kann es sein, dass der Imprägnierschutz quasi nicht mehr vorhanden ist. Weichspüler und falsches Waschmittel ruinieren auch teure Funktionsjacken. Ob nachträglich aufgetragenes Spray noch eine Wirkung erzielt, muss ausprobiert werden.

Fazit: Wir haben mit den Jacken aus dem Alltag wenig gute Erfahrungen gemacht. Meist sind die Nähte nicht dicht, und spätestens nach einer halben Stunde ist der Träger mehr als nass. Und genau darin liegt das Problem – Sie sollten Ihr Tagesziel immer trocken erreichen können. Die Bekleidung muss also auch länger anhaltendem und stärkerem Regen gewachsen sein.

Regenhose mit Gamaschen

Regenhose mit Gamaschen

Außerdem sollte die Bekleidung auch dem Wind trotzen. Regen und Wind treten an der Küste oft zusammen auf. Wer für eine Woche Radurlaub nicht gleich ein Vermögen investieren will, dem empfehlen wir Radponchos. Die gibt es in ganz unterschiedlichen Ausführungen und Preislagen. Die Bilder zeigen zwei verschiedene Modelle.

Die Radhose – die Regenhose

Es gibt speziell gepolsterte Radhosen für Männer und Frauen, die Schmerzen am Allerwertesten und anderen Stellen vorbeugen helfen. Wir haben allerdings festgestellt, dass mit dem richtigen Sattel dieses Problem auch gelöst werden kann. Ein Sattel ist etwas sehr persönliches und nur längeres Probieren verschiedener Modelle führt zum gewünschten Erfolg: 60 oder 80 Kilometer ohne Schmerzen Rad fahren!

Wer öfter einen Radurlaub macht und sich das Rad für gewöhnlich vom Veranstalter leiht, für den lohnt sich die Anschaffung einer gepolsterten Radhose auf jeden Fall. Auch wenn der Sattel des Leihrades mal nicht so passt – es bleibt erträglich.

Bei Regenwetter kann man auf teure Funktionshosen, welche es in reichhaltiger Auswahl gibt oder auf ein einfaches Modell zurückgreifen. Für ca. 15 bis 20 € erhält man schon eine wasserdichte Hose, die über die normale Bekleidung gezogen auf jeden Fall den Träger schützt. In Verbindung mit einer Gamasche ist die Regenhose zum Darüberziehen eine durchaus akzeptable Lösung.
Natürlich liegt der eindeutige Nachteil bei den preiswerten Regenhosen im Schwitzen. Sobald der Regen aufhört, sollte man diese Überziehhosen auch wieder abstreifen.

Die Fußbekleidung

Wer schon einmal einige Stunden im Regen geradelt ist wird wissen, dass die Füße auf jeden Fall recht schnell durchnässt sind.

Dem kann man auch vorbeugen, ohne viel Geld ausgeben zu müssen: Überschuhe (Gamaschen).

Praktisch: Handschuhe am Poncho

Praktisch: Handschuhe am Poncho

Handschuhe, Sonnenbrille und Helm

Bei Regenwetter ist es von Vorteil, wenn die Ausrüstung das Durchdringen des Windes durch den Ärmel verhindert. Ein Klettband (gibt es als Meterware) um den weiten Ärmel gewickelt erfüllt den gleichen Zweck wie spezielle Jacken mit einer Funktion an dieser Stelle. Eine andere Alternative stellt wie oben bereits erwähnt der Radponcho mit integrierten Handschuhen dar.

Eine Sonnen- oder Radbrille zu tragen ist kein Luxus sondern der einfache Schutz vor Steinchen oder Insekten.

Ein Fahrradhelm schützt! Aus hygienischen Gründen können wir keine verleihen. Aber wer mit hohem Tempo unterwegs ist und vielleicht auch noch viele Steigungen und Abfahrten zu bewältigen hat, der sollte bedenken, dass man schon mal mit 60 bis 70 km/h unterwegs sein kann. Also ein eindeutiges “JA” zum Helm!
Wer mit dem Pedelec unterwegs ist sollte nach unserer Auffassung immer einen Helm tragen.