Radrundreise “Müritz-Ostsee-Radtour” (Tourcode KMO9)

Detaillierter Reiseverlauf

1. Tag: Anreise nach Waren (Müritz)

Sie können Ihre Radreise mitten im quirligen Zentrum der Mecklenburgischen Seenplatte beginnen, in Waren an der Müritz. Dieser Anreiseort ist vor allem zu empfehlen, wenn Sie Leihräder benötigen. Wenn das nicht der Fall ist, könnten Sie auch in Schwerin oder Plau beispielsweise mit Ihrer Radrundtour starten. Waren ist eine lebendige Stadt, welche auf Grund ihrer schönen Lage direkt an der Müritz natürlich ein besonderes Flair ausstrahlt. Wer mehr Zeit zum Ankommen braucht, der legt gleich hier einen Verlängerungstag ein. Nutzen Sie diesen zum Baden, Bummeln oder für einen Ausflug in den Müritz-Nationalpark, welcher vor den Toren der Stadt beginnt. Übernachtung in Waren.

Empfehlung:

Verlängerungstag in Waren einlegen, um Zeit für die Erkundung der Müritz-Nationalparks zu haben. Dafür haben wir auch eine Zusatzleistung “Müritz-Nationalpark” geschnürt. An diesem Tag können Sie mit Schiff und Rad eine Tour zu den Havelquellseen unternehmen. Aber auch ohne diese Zusatzleistung macht ein Urlaubstag in Waren viel Spaß…

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2. Tag: Radtour von Waren nach Plau am See (ca. 60 Rad-km)

Heute radeln Sie den ganzen Tag durch die Mecklenburgische Großseenplatte bis an den westlichen Rand, nach Plau am See. Die Region ist wunderschön: Am Kölpinsee vorbei, ein Stück durch den Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide und dann zunächst zur Inselstadt Malchow. Diese besteht aus drei Teilen, der historischen Altstadt, der Neustadt und dem Kloster Malchow. Planen Sie den Tag ruhig so, dass Sie hier etwas verweilen können. Der Bereich rund um die Drehbrücke ist nett für eine Kaffeepause, im Kloster Malchow hat das Orgelmuseum ein Zuhause gefunden. Wenn Sie sich für eine Besichtigung entscheiden, dann können Sie auch per Schiff nach Plau fahren und die Radtour auf diese Weise etwas abkürzen. Das Städtchen Plau am See ist die Perle der Seenplatte und ein würdiges Tagesziel. Übernachtung in Plau am See.

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Unser Tipp: Verlängerungstag in Plau am See

Plau am See ist ein Städtchen mit hohem Erholungswert, schon auf Grund der fantastischen Lage direkt an Deutschlands siebtgrößtem See und dem Eldeflüsschen. Den Tag kann man damit zubringen, sich durch alle Cafès der Stadt zu trinken. Fast alle bieten selbstgebackenen Kuchen an und die Dichte der kleinen Cafés ist hier so hoch wie nirgendwo sonst in der Seenplatte. Auch der See bietet natürlich zahlreiche Möglichkeiten zum Baden, da findet jeder ein ungestörtes Plätzchen. Das neu gestaltete Areal rund um die Plauer Burg ist sehenswert, auch ein Abstieg in das Burgverlies – bei Bedarf. :-)

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3. Tag: Radtour von Plau nach Parchim (ca. 40 bis 65 Rad-km)

Sie verlassen heute die Seenplatte und wechseln in das Gebiet der Lehm- und Backsteinstraße. Eine durchaus spannende Region, deren Zentrum die kleine mittelalterliche Stadt Lübz ist. Diese liegt wie – es sich gehört -strategisch günstig ebenfalls an der Wasserader der Region, dem Flüsschen Elde. Wasserwanderer auf dem Weg von Hamburg nach Berlin ist Lübz mit seiner Schleuse daher ein Begriff. Das kleine Städtchen hat es aber auch mit seinem Bier zu einiger Bedeutung gebracht, das Lübzer Pils wird hier mit langer Tradition gebraut. Daher heißt es absteigen, einen kleinen Bummel durch die Lübzer Altstadt machen und bei einem Bier die Pause genießen. Wenn Sie sich heute für die längere Routenvariante entscheiden, dann liegt der Wangeliner Garten auf Ihrem Weg. Das ist der größte Kräutergarten Mecklenburgs und durchaus einen Besuch wert. Die hübsche Eldestadt Parchim ist heute Ihr Tagesziel. Übernachtung in Parchim.

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4. Tag: Radtour von Parchim durch die Lewitz nach Schwerin (ca. 50 Rad-km)

Auch heute können Sie auf Ihrer Radtour zunächst noch etwas dem Verlauf des Eldeflüsschens folgen. Dabei sind Sie heute in der Lewitz unterwegs. Dieses ungefähr 1600 Hektar große Gebiet ist die flächenmäßig größte Wiesenlandschaft Deutschlands, natürlich gehören auch Waldgebiete zur Lewitz. In früherer Zeit wurde das Land intensiv beweidet, auch die Pferdezucht war hier zu Hause. Heute kann man hier entspannt radeln, viele kleine Wasseradern, Gräben, Teiche und Fließe durchziehen das Land. Die Landeshauptstadt Schwerin ist heute Routenendpunkt. Märchenhaft sehen Sie das Schweriner Schloss schon von weitem auf seiner Insel thronen. Übernachtung in Schwerin.

Empfehlung: Verlängerungstag in Schwerin

Natürlich, Schwerin ist würdige Landeshauptstadt und hat demzufolge auch viel Historisches zu bieten. Neben dem allseits bekannten Schloss ist die gesamte Altstadt einen Besuch wert. Bummeln Sie durch die Gassen und genießen Sie einen Urlaubstag direkt am Wasser, denn Schwerin ist von sieben Seen umgeben.

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5. Tag: Von Schwerin an die Ostsee nach Wismar (ca. 50 Rad-km)

Ihre Radtour führt Sie heute zunächst noch durch das Schweriner Seenland, aber in Richtung Norden. Wir empfehlen einen Zwischenstopp in “Dorf Mecklenburg”, das ist quasi der Geburtsort unseres Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Nach ungefähr 50 Kilometern haben Sie die Hanse- und Welterbe-Stadt Wismar erreicht. Vieles ist hier aus der Blütezeit im 14. Jahrhundert noch erhalten: Der mittelalterliche Grundriss in seiner Parzellenstruktur zum Beispiel oder auch die zum Hafen fließende “Grube”, letzte erhaltene künstlich angelegte mittelalterliche Wasserlauf im Norden Deutschlands. Auch das Hafenbecken ist aus der Zeit erhalten und lässt mittelalterliche Seehandelstraditionen spürbar werden. Die Kirchenbauten sind typisch für die Mecklenburgische Backsteingotik und der imposante Marienkirchturm ist überdies wichtiges Zeichen für Seefahrer, früher und heute. Sie können die Altstadt mit dem Fahrrad umrunden, das Entdecken und Bummeln im Altstadtkern macht sich besser zu Fuß. Auch die Umgebung Wismars ist attraktiv, so liegt die Insel Poel nur einen Steinwurf entfernt. Wer sich dafür interessiert, der sollte den Aufenthalt in Wismar um einen Tag verlängern – so bleibt auch für eine Radtour auf die Insel Poel genug Zeit. Übernachtung in Wismar.

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6. Tag: Von Wismar auf dem Ostseeküstenradweg nach Rostock (ca. 70 Rad-km, abkürzbar)

Eine lange Radtour auf dem Ostseeküstenradweg liegt heute vor Ihnen. Mehrere bekannte Ostseebäder liegen auf der Route, das erste ist “Alt Gaarz” oder Rerik, wie es seit der Mitte des vergangenen Jahrhunderts heißt. Das Örtchen hat eine besondere Lage – zwischen dem Salzhaff auf der einen und der offenen See auf der anderen Seite. Die vorgelagerte Halbinsel Wustrow spiegelt eindrucksvoll die spannende Geschichte der Region wider. Die idyllische Halbinsel mit ihren breiten Sandstränden ist von jeher für den Publikumsverkehr gesperrt, schon auf Grund der Altlasten. Die Nazis nutzten das Gelände militärisch, später machten das die Russen. Inzwischen ist die Halbinsel in Privatbesitz und eine touristische Nutzung aus vielen Gründen schwierig. Dafür konnten sich hier in den letzten Jahrzehnten seltene Tierarten ansiedeln, zum Beispiel Mufflons – das ist doch auch schon mal was…
Nachdem Sie Rerik verlassen haben, radeln Sie an Deutschlands höchst gelegenem Leuchtturm vorbei, in Bastorf. Wer Kraft für die 55 Stufen hat, der kann den Aufstieg zum Leuchtturm Buk, wie er korrekt heißt, wagen. Belohnt wird man mit einem wunderbaren Ausblick. Im Hinterland der Ostsee beginnt jetzt ein waldreiches und hügeliges Gebiet, die Kühlung. Das schöne Ostseebad Kühlungsborn liegt im Norden und ist sicher ein guter Ort für eine ausgedehnte Pause. Ausgedehnt hat sich hier nämlich auch die Strandpromenade, sie ist mehrere Kilometer lang und gehört damit zu den längsten in Deutschland. Die “Weiße Stadt” am Meer ist ohne Zweifel das nächste Highlight auf Ihrer Radtour. Die klassizistischen Gebäude Heiligendamms unmittelbar am Wasser strahlen etwas Mondänes aus und haben damit ihren ganz eigenen Charme. Wer es bodenständiger mag, der holt sich im Eiscafé Heiligendamm hinter den Dünen ein Eis und setzt sich direkt an den breiten Sandstrand. Der Ostseeküstenradweg verläuft auf dem Abschnitt Kühlungsborn-Heiligendamm-Warnemünde fast immer direkt in Seenähe entlang.
Natürlich ist diese Radwanderung nicht ohne Anstrengungen, wer mehr Zeit für die Umgebung haben möchte, dem empfehlen wir den ersten Teil mit der Regionalbahn (Tickets nicht inklusive) zurück zu legen und ab Kröpelin auf das Rad zu steigen. Radkilometer/ Gesamtstrecke: ca. 75, abgekürzt per Bahn etwa 52. Übernachtung im Bereich Warnemünde/ Rostock.

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7. Tag: Radtour nach Graal-Müritz oder relaxen Sie an den breiten Sandstränden von Warnemünde

Wer mag, der unternimmt heute eine Radtour auf dem Ostseeküstenradweg weiter in östliche Richtung bis nach Graal-Müritz. Der Rückweg geschieht unkompliziert in wenigen Minuten mit der Regionalbahn (Tickets nicht inklusive). Ansonsten bietet Rostock mit seinem vorgelagerten Ostseebad Warnemünde alles, was man/frau zu einem erholsamen Strandurlaub braucht: Wunderschöne, endlose Sandstrände, Cafés und eine Strandpromenade mit vielen anderen Einkehrmöglichkeiten. Die Hansestadt Rostock bietet darüber hinaus viel Sehenswertes für einen Museumstag. Unser Reisebegleitmaterial enthält konkrete Anregungen für die Gestaltung des Tages.

Unsere Reisetipps erhalten Sie mit den Reiseunterlagen – es bestehen zum Beispiel auch Möglichkeiten zum Paddeln.

Unsere Empfehlung: Legen Sie hier einen Verlängerungstag ein. In Rostock kann man eigentlich alles: Bummeln, Besichtigen, Ausruhen und Baden am schönen Strand von Warnemünde, Theater und Konzerte genießen oder auf der Warnow paddeln.

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8. Tag: Radtour von Rostock nach Güstrow (ca. 55 Rad-km)

Auf dem bekannten Radweg Berlin-Kopenhagen radeln Sie heute in südliche Richtung. Die Künstlerkolonie Schwaan liegt dabei auf der Route. Direkt an der Warnow gelegen ist dieses kleine Städtchen beliebt bei Wasserwanderern. Ihr heutiges Tagesziel ist die hübsche Stadt Güstrow. Die Barlachstadt wirkt wie die kleine Schwester Schwerins. Auch hier gibt es ein Schloss und die Umgebung ist seenreich. Wer mag, der schwimmt nach der Radtour noch eine Runde im Güstrower Inselsee. Übernachtung in Güstrow.

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9. Tag: Radetappe von Güstrow nach Waren (Müritz) – ca. 75 Rad-km, abkürzbar

Auf dem Weg liegt heute eine wunderschöne Seenlandschaft: Das Krakower Seengebiet. Sollte es sehr heiß sein, packen Sie sich unbedingt Badesachen ein und genießen Sie ein Bad im glasklaren Krakower See. Durch den Naturpark Nossentiner Schwinzer Heide führen wir Sie wieder zurück an die Müritz. Eine lange uns sehr abwechslungsreiche Radtour. (Falls nötig kann man diese lange Etappe auch mit der Bahn zurücklegen.) Übernachtung in Waren.

10. Tag: Abreise nach dem Frühstück.